Liam Gallagher – 26.03.2022 – London – Royal Albert Hall Liam Gallagher – 26.03.2022 – London – Royal Albert Hall
Ein Traum wurde war. Ich durfte ein Konzert in der Royal Albert Hall in London erleben. Und mit keinem geringeren als Liam Gallagher. Aber... Liam Gallagher – 26.03.2022 – London – Royal Albert Hall

Ein Traum wurde war. Ich durfte ein Konzert in der Royal Albert Hall in London erleben. Und mit keinem geringeren als Liam Gallagher.
Aber von vorne. Als ich erfuhr, dass Liam Gallagher im Rahmen des Teenage Cancer Trusts auftreten würde, setzte ich alles daran dort hinzukommen.
Es hat alles geklappt. Tickets, Flug.
Am 26.03.2022 war der Tag dann endlich da. Ab in den Flieger nach London. Es hat alles wunderbar geklappt. Nach kurzem Sightseeing machte ich mich dann
auf zur Royal Albert Hall. Von Außen war wunderbar beleuchtet. Ich habe natürlich schon viele Bilder vom Inneren gesehen. Wenn man es aber zum ersten Mal mit den
eigenen Augen sieht, ist es der Wahnsinn. Imposant, schön, einmalig.
Bis zum ersten Support-Act hatte ich noch etwas Zeit, und gönnte mir ein leckeres Bier.

Um 19:30 Uhr ging es dann los. Von meinem Platz hatte ich eine wunderbare Sicht auf die Bühne. Und natürlich auf die Band RATS.

RATS sind vier Freunde aus der Kindheit, die sich auf den Straßen von Liverpool kennengelernt haben und nun für die Arenen bestimmt sind. Textlich beschäftigen sich RATS mit all den Dramen und Feiern, die das Leben in unserer modernen Gesellschaft mit sich bringt. Der volle Atem und die Kraft von RATS wird auf der Bühne noch deutlicher. Fans und Kritiker sagen, sie seien live perfekt wie eine Platte, aber mit einer mitreißenden und rauen Darbietung.

Nach kurzer Umbaupause kamen dann KID KAPICHI.

Die kommen Hastings. Sie klingen in etwa nach Queens of the Stone Age, Arctic Monkeys und Royal Blood. Nach gemeinsamen Auftritten mit z.B. Frank Carter & The Rattlesnakes, Fidlar und Slaves, ist der Name von Kid Kapichi in der britischen Live-Szene in aller Munde. Zur Zeit touren sie mit Nothing But Thieves durch Europa.

Um ca. 21:30 Uhr war es dann soweit. Liam Gallagher.

Traditionell wurde sein Gig mit dem  Meisterschaftsgesang von Manchester City eingeläutet. Dann der Eröffnungssong von Band „Fuckin’ in the Bushes“ von Oasis’ erstem Album des 21. Jahrhunderts, „Standing on the Shoulder of Giants“.
Die Royal Albert Hall, inklusive der Sitzenden, stand nun stramm wie Anhänger, die auf die Ankunft ihres Kultführers warteten. Die Spannung stieg, als die Zeilen erklangen: „We put this festival on you bastards. With a lot of love…“

Kaum war „Fuckin’ in the Bushes“ verklungen, riefen die Fans „Li-am, Li-am, Li-am, Li-am“.
Wenige Minuten später ging das Bühnenlicht so richtig an, und Liam, begleitet von seiner Band und seinem Sohn Gene am Schlagzeug, betrat die Bühne. Wie fast immer im Parka gekleidet (Dieses Mal Blau) und mit zwei Maracas in der rechten Hand spielte Liam den Eröffnungssong „Hello“ vom Oasis-Album „(What’s the Story) Morning Glory?“ aus dem Jahr 1995.

Gleich nach „Hello“ spielte Liam den Song „Rock ‘n’ Roll Star“ vom Debutalbum aus dem Jahr 1994. Nun drängte sich die Frage auf: Lag Liams kultartige Präsenz daran, dass er die Royal Albert Hall in die glorreichen Zeiten zurückversetzte, als er noch Frontmann von Oasis war? Bei weitem nicht.  Die drei folgenden Solo-Songs, insbesondere „Wall of Glass“, wurden ebenso begeistert aufgenommen.

Gallagher präsentierte außerdem live seinen neuen Song „C’mon You Know“ sowie den kürzlich erschienenen Track „Everything’s Electric“, den er zusammen mit David Grohl geschrieben hat, und Beady Eyes „Bring the Light“, den Liam seit 2014 nicht mehr live gespielt hatte.

Oasis-Fans wurden nicht enttäuscht, denn Liam spielte weitere Songs aus dem Repertoire seiner ehemaligen Band, hauptsächlich von den ersten drei LPs, wobei die Songs von „Definitely Maybe“ im Mittelpunkt standen. Zu den Highlights zählten „Columbia“, „Slide Away“, „Supersonic“ und „Live Forever“, das Liam dem kürzlich verstorbenen Foo-Fighters-Schlagzeuger Taylor Hawkins widmete.

Gallagher schwelgte weiterhin in Erinnerungen an seine Jugend mit lautstarkem und leidenschaftlichem Gesang und dem Ruf „Li-am, Li-am, Li-am, Li-am“. Gallagher spielte außerdem Oasis‘ „Stand by Me“ vom Album „Be here Now“ sowie „Cast No Shadow“ und beendete sein Set mit einem der wohl universellsten und weltweit bekanntesten Songs aller Zeiten: „Wonderwall“ vom Album „(What’s the Story) Morning Glory?“.

Für das Publikum war Liam nicht nur Entertainer, Musiker, Spendensammler und Aktivist – er ist für das englisch Publikum einfach ein Gott. Man kann sagen:  In der Royal Albert Hall lieferte Liam Gallagher alles und noch viel mehr, was seine Anhänger von ihm erwarteten.

Hier die Setlist des Abends:

  1. Hello
  2. Rock ’n‘ Roll Star
  3. Wall of Glass
  4. Shockwave
  5. Greedy Soul
  6. Columbia
  7. Slide Away
  8. Stand by Me
  9. Everything’s Electric
  10. Bring the Light
  11. Once
  12. The River
  13. C’mon You Know
  14. Cast No Shadow
  15. Supersonic
  16. Live Forever
  17. Wonderwall

Ein paar Bilder gibt es in der Galerie.

 

 

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